
Großes Interesse an den Vorgängen in Deutschland: Bereits zwei Wochen nach Verkaufsbeginn musste die ungarische Version der „Gekauften Journalisten“ nachgedruckt werden.
Márton Kauzál, der Leiter des Verlags Patmos Records ist zufrieden, kaum ist sein jüngstes Buch auf dem Markt, schon muss er einen Nachdruck in Auftrag geben. Nach etwa zwei Wochen sind die bisher gedruckten 4.000 Exemplare der ungarischen Ausgabe des deutschen Bestsellers „Die gekauften Journalisten“ von Udo Ulfkotte so gut wie vergriffen. Der Titel befindet sich außerdem bereits auf Platz drei der für den ungarischen Buchmarkt maßgeblichen Top-Liste der Buchhandelskette Alexandra.
Aufmerksam geworden ist der Verlagsleiter auf den Titel über einen Bekannten, der ihn auf eine unmittelbar nach Erscheinen der deutschen Ausgabe im September letzten Jahres erschienene ungarische Buchbesprechung hinwies. Neugierig geworden bestellte er darauf das Buch. Außerdem wurde ein Mitarbeiter des Verlags bei Ulfkotte wegen eines Interviews für eine ungarische Wochenzeitung vorstellen. Als alles positiv verlief, begann man schließlich mit Ulfkotte und dessen Verlag, den Kopp-Verlag, über den Erwerb der Rechte für den ungarischen Markt zu verhandeln. „Es waren sehr angenehme Verhandlungen“, erinnert sich Kauzál. Ulfkotte sei von der Idee, dass sein Buch auf Ungarisch erscheint, so angetan gewesen, dass er auf sein Honorar verzichtete.
So wurde man sich schnell handelseinig. Während sonst bei weniger bekannten Werken beziehungsweise Autoren in der Regel mindestens ein Jahr verstreicht, bis ein Werk in anderen Sprachen erscheint, lagen die „Gekauften Journalisten“ bereits nach nur gut einem halben Jahr in ungarischer Übersetzung vor. „Damit ist Ungarisch die zweite Sprache, in der das Werk nun vorliegt“, so Kauzál stolz. Ulfkotte selber erklärte gegenüber der Budapester Zeitung, dass sein Buch seines Wissens derzeit noch in etwa zehn andere Sprachen übersetzt werde.
Angesprochen auf die Gründe für den sich bereits abzeichnenden Erfolg des Buchs auf dem ungarischen Markt äußert Kauzál die Vermutung, dass dieser mit der großen Bedeutung von Deutschland für Ungarn zu tun haben könnte. „Viele Ungarn sind einfach neugierig auf die dortigen Vorgänge.“ Außerdem kämen Enthüllungsbücher bei Lesern generell gut an. Zumal die Enthüllungen aus der Feder eines bedeutenden Publizisten stammen. „Wer 17 Jahre für die FAZ gearbeitet hat, dessen Worte haben einfach Gewicht.“
Nach der Erstauflage von 4.000 Exemplaren wird Kauzál in dieser Woche einen Nachdruck bestellen, voraussichtlich 3.000 Exemplare. „Mit Blick auf die Verhältnisse auf dem ungarischen Buchmarkt und die Kürze der Zeit sind insgesamt 7.000 Stück eine beachtliche Auflage.“ Daneben findet das Buch seit Mitte April auch über iTunes und das entsprechende Android-Pendant zusätzliche Käufer und Leser.
Mit Blick auf die Zukunft erklärt Kauzál, dass sein Verlag mit Ulfkotte auf jeden Fall weiter in Kontakt bleiben wolle und bei Gelegenheit gerne weitere Büche von ihm verlegen würde. Weil das geschäftlich erfolgversprechend ist, nicht zuletzt aber auch deswegen, weil die Bücher von Ulfkotte sehr gut in das Profil des Verlags passen würden, der zu einer christlichen Glaubensgemeinschaft gehört. „Die Suche nach Wahrheit, das Eintreten für christliche Werte und speziell das Motiv der Buße, das über dem aktuellen Buch schwebt, sind Dinge, mit denen wir uns sehr gut identifizieren können“, so Kauzál.

