Orbán kann Stimmung in Ungarn noch drehen
Die nationalkonservative Regierungspartei Fidesz hat bei einer Nachwahl zum ungarischen Parlament am Sonntag den Wahlkreis Újpest an die oppositionellen Sozialisten (MSZP) überraschend deutlich verloren. Zwar sind die Wähler derzeit unzufrieden, doch kann Premier Viktor Orbán die Menschen wieder für sich gewinnen, glaubt die konservative Tageszeitung Magyar Nemzet: „Bei den Parlamentswahlen im April gaben die Wähler der Regierung noch grünes Licht, sie durfte ihre Arbeit fortsetzen. Mit anderen Worten: Es gab keine Proteststimmung. Derzeit aber hat es den Anschein, als wären die Menschen mit der Regierung unzufrieden. Viele Wähler wollen Fidesz einen Denkzettel verpassen. Die Regierungspartei kann diesen Prozess aber noch umkehren und ihre Fehler korrigieren. (…) Die Proteststimmung kann für alle politischen Kräfte von Nutzen sein, sofern sie fähig sind, diese wahrzunehmen und zu verstehen.“ (26. November 2014)
MSZP sollte nach Wahlsieg nicht übermütig werden
Die linke Tageszeitung warnt die MSZP angesichts des Sieges in Újpest vor allzu großer Euphorie, war doch ihr dortiger Sieg gleichsam vorprogrammiert: „Der Sieg der Sozialisten bei der Nachwahl in Újpest ist schön und lobenswert. Doch sollte man sich davor hüten, schon jetzt Freudenfeuer anzuzünden. Auch dann nicht, wenn Imre Horváth einen deutlichen Sieg errungen hat. Auch dann nicht, wenn die Sozialisten nach 15 Jahren zum ersten Mal eine Nachwahl gewinnen konnten. Auch dann nicht, wenn es der MSZP ohne Unterstützung anderer Linksparteien gelang, den Fidesz zu bezwingen. Und auch dann nicht, wenn fortan nichts beim Alten bleibt. (…) Ist doch der Wahlkreis in Újpest seit jeher links orientiert.“ (25. November 2014)
Orbán drängt Handelsketten aus dem Land
Die nationalkonservative Regierung von Viktor Orbán will Sondersteuern und Geschäftsverbote für große ausländische Handelsketten einführen. Die Regelungen sollen Preisdumping eindämmen und Familienbetriebe schützen. Die ungarische Wirtschaft würde von einem solchen Schritt große Schäden davontragen, kritisiert das Meinungsportal Véleményvezér: „Sollte das geplante Gesetz angenommen werden, werden die erfolgreichen ausländischen Handelsketten mit einer horrenden Steuer geschröpft. Und als ob das nicht genug wäre, sollen die großen Handelsketten überdies vom Markt ausgeschlossen werden, sofern sie zwei aufeinanderfolgende Jahre hindurch Verluste schreiben. Kurz: Verluste sind bei den Großen schlicht und einfach verboten. (…) Dadurch werden nicht nur die ungarischen Konsumenten die Verlierer sein, sondern auch die ungarischen Mitarbeiter der ausländischen Handelsketten, die am Ende ohne Arbeit dastehen werden, und die gesamte ungarische Wirtschaft.“ (21. November 2014)

Wieso sind die Mitarbeiter ausländischer Handelsketten die Verlierer wenn sie arbeitslos werden?????????Meister Orban will doch sowieso alles staatlich machen. Dann haben doch wieder alle Arbeit. Der Artikel stimmt doch dann garnicht