
Illustre Gesellschaft: Die hinzugefügten Personen (Péter Szíjjártó, Gábor Széles, Viktor Orbán) machen das Bild nicht absurder, als es ohnehin schon ist.
Wenn es etwas gibt, woran man beim Surfen im Internet derzeit nicht vorbei kommt, dann ist es die Ice bucket Challenge, oder zu Deutsch die Eiseimer-Herausforderung. Bei dieser geht es darum, sich mit einem Eimer voll eiskaltem Wasser (wenn möglich inklusive Eiswürfel) zu übergießen oder übergießen zu lassen. Damit soll auf die Muskelkrankheit ALS aufmerksam gemacht werden. Nachdem auch Berühmtheiten wie Bill Gates und Ex-Präsident George W. Bush die Nominierung annahmen, sich übergossen und selbst nominierten, erreichte der Wasser-Wahnsinn nun auch die politische Sphäre in Ungarn.
Ferenc Falus ist vielleicht bisher nur den aufmerksamen Politbeobachtern ein Begriff gewesen. In den vergangenen Tagen dürfte seine Bekanntheit jedoch schlagartig zugenommen haben. Ob er sich das so vorgestellt hat, dürfte allerdings bezweifelt werden. Denn der Spitzenkandidat der linken Opposition für das Amt des Budapester Oberbürgermeisters nahm ebenfalls an der Challenge teil und stellte das Video prompt online. Seitdem werden die Spötter nicht müde. Denn tatsächlich muss das Video unvoreingenommen als unglücklich bezeichnet werden. Nicht nur, dass Falus kaum zu verstehen ist. Ein Pferd (von hinten) im Hintergrund, ein Hund (von der Seite) und ein Kleinkind (von vorn) im Vordergrund wirken wie die Bildkomposition eines Dadaisten.
Da steht also der eventuell bald erste Mann der ungarischen Hauptstadt in Bio-Latschen, karierten Socken und kurzen Hosen – und schon vor dem Eimer Wasser drängt sich der Vergleich mit dem „begossenen Pudel“ auf. Der obligatorische Überguss hilft da wenig. Der Höhepunkt des missglückten Videos ist aber ohne Zweifel der kleinste Darsteller, der nach erfolgter Herausforderung aus nicht ganz offensichtlichen Gründen fürchterlich zu weinen anfängt, sodass Falus´ Worte kaum zu verstehen sind. Während des gesamten Videos wirkt Falus wenig aufgeregt bis teilnahmslos und bestätigt damit das Bild des ihm nachgesagten Technokraten. Bleibt zu hoffen, dass er zumindest im offiziellen Wahlkampf (der am vergangenen Montag begann) etwas feuriger auftreten wird. Ansonsten hilft alles Gutmenschentum nichts.


Es ist eine Schande für Europa, so ein Blödsinn mitzumachen mit dem kostbaren Nass, besonders wenn dann noch Politiker daran teilnehmen, wenn Millionen von Menschen auf dieser Welt fast kein Zugriff auf sauberes Trinkwasser haben. Da kann ich den Ungaren nur die „rote Karte“ zeigen, wenn sie so etwas mitmachen!
Na lieber Pius, ich denke in Europa haben wir genug Regen. Da brauchen Sie sich um die paar hundertausend Eimer Wasser keine Sorgen zu machen. Da zeigen Sie mal lieber diesem lieben Herrn Orban die rote Karte in Sachen Die Probleme des Wassermangels werden damit in der dritten Welt auch nicht gelöst. Aber da waren doch noch die Chinesen welche in Afrika sich sehr angagieren. Die hunderten Millionen an Hilfsgeldern welche seit 40 Jahren aus Deutschland fliessen nach Afrika und die dubiose Herrscher sich aneigneten oder Militärs , darüber reden wir mal besser.