Demonstration gegen Obdachlosenpolitik. Am Donnerstag versammelten sich Demonstranten vor der Polizeistation im VIII. Bezirk, um gegen die seit vergangener Woche gestarteten Polizeirazzien gegen Obdachlose zu demonstrieren. Andi Polgár, Büroleiter bei TASZ (Gesellschaft für Freiheitsrechte), sprach von 30 bis 40 Obdachlosen, die im Rahmen der Razzien täglich auf die Polizeistation gebracht würden. Die Obdachlosen würden mitunter „auf menschenverachtende Weise von der Polizei“ behandelt. Aufgegriffene Obdachlose werden, sofern sie vor ihrer Obdachlosigkeit nicht im VIII. Bezirk gemeldet waren, des Bezirks verwiesen.
Sonderbahn für Ruderer auf Donau geplant. Wie das Nachrichtenportal index.hu am Mittwoch berichtete, plant der Bürgermeister des Stadtteils Óbuda eine eigene Bahn für Ruderer auf der Donau. Diese Bahn soll 100 Meter breit sein und sich entlang des Római part erstrecken. Diese Bahn komme aber nicht nur den Sportlern zugute, sie richte sich auch gegen die Motorboote, die das Wasser der Donau verschmutzen und für viel Lärm sorgen.
Anzeige gegen Unbekannt wegen Privatisierung. Am Donnerstag wurde bekannt, dass der Regierungsbeauftragte Gyula Budai Anzeige gegen Unbekannt wegen Amtsmissbrauch und Veruntreuung erstattet hat. Konkret nennt Budai das Fehlen von zugesagten Investitionen. Die damit verbundenen Sanktionen seien ausgeblieben. Insgesamt spricht der Regierungsbeauftragte von einem Schaden für den ungarischen Staat von rund 240 Milliarden Forint.
