Feines Essen zum kleinen Preis
In den Niederlanden, Frankreich und den USA gibt es sie in vielen Städten schon seit Langem: Restaurant-Wochen. Nun haben sich auch in Budapest 25 Lokale zusammengefunden und veranstalten vom 16. bis 22. Mai die erste „Étterem Hét“ (Restaurantwoche). Während dieser Zeit kann man in allen teilnehmenden Häusern der gehobenen Klasse pauschal für jeweils 3.000 Forint ein Drei-Gänge-Menü verzehren.

Genialer Ausblick während dem Abendessen: Das Citadella Panorama Restaurant.
Die 1998 gegründete Initiative DiningCity.com ist heute Marktführer im Segment der gemeinsamen Restaurantaktionen. Angefangen hatte alles mit 30 Lokalen in Amsterdam. Nach dem großen dortigen Erfolg veranstaltete man nach und nach vergleichbare Events in der ganzen Welt: Von Brüssel bis New York, von Paris bis Shanghai. Dieses Jahr darf sich nun auch Budapest erstmals in die Liste dieser Städte einreihen. 25 Restaurants machen den Anfang. Mit dabei sind unter anderem die Gartenrestaurants Chez Daniel, Jardinette, Náncsi Néni und Remiz.

Ein schönes Ambiente bietet das geschmackvoll eingerichtete Múzeum Kávéház.
Qualität statt Quantität
Nicht die Quantität, sondern „die Qualität steht im Vordergrund“, betonte Zoltán Kiss von DiningCity Budapest. Deshalb stellen die teilnehmenden Restaurants der ungarischen Hauptstadt, welche allesamt zur gehobenen Kategorie zählen, nur ein begrenztes Kontingent an Plätzen zur Verfügung. Für diese ist jedoch eine separate Reservierung im Voraus erforderlich.
Diese Tischreservierung kann ausschließlich zentral über die extra hierfür geschaffene Webseite www.etteremhet.hu vorgenommen werden. Nach der Auswahl des Datums und der gewünschten Anzahl an Personen, wird angezeigt, in welchem Lokal noch Plätze vorhanden sind. Dabei ist zu beachten, dass die meisten Lokale nicht während der gesamten sieben Tage an der Aktionswoche teilnehmen.
Kurze Beschreibungen der verfügbaren Restaurants sollen dem Gast die Qual der Wahl erleichtern. Außerdem kann man online alle Speisekarten einsehen. Sie sind recht überschaubar, in der Regel bestehen sie aus zwei bis drei Menüs mit jeweils drei Gängen. Ihr Preis ist jedoch immer derselbe: 3.000 Forint, egal welches Menü, egal in welchem Lokal. Eine äußert kostengünstige Möglichkeit, einmal fein essen zu gehen und vielleicht Gefallen daran zu finden – so jedenfalls das Kalkül der Veranstalter. Der reguläre Preis für die angebotenen Speisen ist durchschnittlich mehr als doppelt so hoch.
Ausweitung wahrscheinlich
Woraus sich die Menüs jeweils zusammensetzen und ob auch für Vegetarier etwas dabei ist, liegt ganz im Ermessen der einzelnen Küchenchefs. Es lohnt sich somit, ein wenig in den verschiedenen Angeboten zu stöbern. Zu welchen Uhrzeiten die Aktionsmenüs angeboten werden, liegt ebenfalls ganz im Ermessen der einzelnen Häuser, in der Regel beschränken sie sich jedoch auf den späten Nachmittag bis Abend. Parallel hierzu wird jedenfalls der normale Tagesbetrieb weiterlaufen.
Sollte die Initiative in Budapest erfolgreich verlaufen, erwägen die Organisatoren bereits eine Ausweitung der „Étterem Hét“ auf andere Städte in Ungarn. Falls Sie daran interessiert sind, übernächste Woche eines der teilnehmenden Restaurants zu besuchen, wäre es empfehlenswert, sich mit der Reservierung zu beeilen. Bestimmte Lokale sind an einigen Tagen bereits ausgebucht.
