Kompositionen aus allen Generationen

Das Mini-Festival ist neben dem Budapester Frühlingsfestival die wichtigste Plattform für ungarische Kompositionen aus dem 20. Jahrhundert. Das Festival findet nun schon zum 22. Mal statt und zeigt neben den traditionellen Stücken neue Kompositionen und Premieren der jüngeren Generation.

Das Festival beginnt am Freitag mit einem Kammermusikabend, bei dem die verschiedenen Generationen auftreten. So musizieren neben dem Gründer des Mini-Festivals Zsolt Durkó, der diesmal mit dem Flötisten Zoltán Gyöngyössy zusammenarbeitet, auch Péter Durkó, László Dubrovay, Iván Madarász und János Vajda. Aber auch Musiker, die am Anfang ihrer Karriere stehen, haben die Möglichkeit sich zu profilieren: Das János Vajda Trio, das Bozsodi Streichquartett und die Gruppe um László Dubrovay, die christliche Lieder aus dem mittelalterlichen Armenien vorträgt.
Der 29. Januar gehört gleich zwei besonderen Programmpunkten. Am späten Nachmittag tritt unter Leitung von Csaba Somos der Chor des Ungarischen Rundfunks auf, der insgesamt sechs verschiedene Kompositionen vorträgt. Das Stück von Jen? Pertis ist das älteste und stammt aus dem Jahre 1981, alle anderen wurden zwischen 1996 und 2008 geschrieben. Der spätere Abend gehört dann der London Sinfonietta, die unter der Leitung von Baldur Brönnimann bekannte englisch-ungarische Musikwerke von Ligeti, Davies, Bella Máté, George Benjamin und Thomas Ades spielt. Die jüngste der Komponisten ist die 26-jährige Bella Máté, die für ihr Stück schon mehrere Preise als Komponistin gewonnen hat. Aber auch George Benjamin und Thomas Ades beweisen mit ihren Werken und ihren Erfolgen eindrucksvoll, dass die zeitgenössische Musik eine Zukunft hat.
Den Abschluss des Mini-Festivals machen am Sonntag die Radiosymphoniker, die unter der Leitung von Stephen D’Agostino Kompositionen von Rezs? Sugár, Attila Bozay, Gyula Fekete und Sándor Balassa vortragen. An einem einzigen Abend werden so dem Publikum Werke von drei Generationen, von dem 1919 geborenen Rezs? Sugár bis zu Gyula Fekete, dessen Stück von 2004 stammt, vorgestellt. Als Solistin begleitet Tünde Frankó das Orchester.
Die Eintrittskarten kosten für das Konzert der London Sinfonietta zwischen 1.200 und 2.500 Forint, für alle anderen Veranstaltungen sind die Tickets schon für 900 Forint zu haben.

Palast der Künste
28. bis 30. Januar
IX. Komor Marcell utca 1
www.mupa.hu
